Straubinger - Volksfest 2011

STRAUBINGER | Rumtreiber 51 geschenkt. Sie ist heute etwa 25 Jahre alt und kommt jedes Jahr vorbei und freut sich, dass der Sticker noch auf dem Hut ist. WelcheVögel können Sie imitieren? Man kann eigentlich alle Tiere nachmachen. Eine Meise zum Beispiel. Du machst eine Meise nach, der andere hat eine, gell? (scherzt er und pfeift.) Einen Bussard, Adler, Spatz und Lerchen. Früher haben wir nur Vögel imi- tiert. Jetzt machen wir einen ganzen Tierpark. Frosch, Esel oder auch Pferde. Eine Alarman- lage hab‘ ich auch schon gemacht. Das habe ich mal in einem Dorf getestet. Da war grad Bauernmarkt und alle Autos sind kreuz und quer gestanden und mir hat‘s pressiert. Da hab‘ ich die Alarmanlage imitiert und die Poli- zeisirene. Alle sind weggefahren und ich hatte freie Fahrt. Was hat es mit dem Gorilla als Maskottchen auf sich? Den hat mein Vater selbst gemacht, aus Tape- tenkleister und Zeitungspapier. Seit 1982 gibt’s ihn, also schon seit 29 Jahren. Er ist zu De- monstrationszwecken da (zeigt auf die überdi- mensional große Zunge, auf der ein Vogelpfei- ferl liegt). Und wenn einer blöd daherredet, wird er mit Wasser aus dem Gorillamund an- gespuckt. Die Wasserspritze geht auch immer noch. Unterm Jahr sitzt der Gorilla auf meinem Beifahrersitz im Auto. Manche schauen schon sehr erschrocken, vor allem auch weil er die Zunge rausstreckt. Auf welchen Festen kann man Sie noch pfeifen hören? Ich mach‘ das in meiner Urlaubszeit. Ich bin Kfz-Meister. Als ich noch selbstständig war, war ich mehr unterwegs, aber so viel Urlaub hab‘ ich jetzt nicht mehr. Deswegen nehm‘ ich nur noch das Oktoberfest, das Gäuboden- volksfest und vielleicht noch ein kleines Fest pro Jahr mit. Und wo ist es am schönsten? In Straubing. Es ist ein Fest der Bayern, hier werden Tradition und Gemütlichkeit hoch- gehalten. Vor allem die Anbindung an das Zen- trum und der freie Eintritt auf der Messe sind besonders. Was wäre das Volksfest ohneVogelpfeifer? Es wäre sehr traurig. Ich würde mir wünschen, dass meine Söhne das Pfeifen weiter machen – zumindest in Straubing und in München. Und so geht‘s: * Pfeiferl am Gaumen platzieren, etwa einen Zentimeter hinter den Zähnen. Das runde Ende nach hinten, das ge- rade nach vorne. * Den Papperdeckel etwas vollsabbern. Die Membran muss feucht sein. *Wie bei einem Grashalm einfach zwischen Gaumen und Zunge durch- pusten. So kommt einTon raus. *Wenn‘s schwer fällt, sagt man zu- sätzlich „Schule, Schneider, Schuster, Ziegenbock“. Oder auch „Scheiben- kleister“.

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