Straubinger - Volksfest 2011
54 Rumtreiber | STRAUBINGER Gebrannte Mandeln und Bridget Jones Stefanie Oswald, 19, bewacht den Parkplatz am Bönschgarten Wer ohne Autoschramme in den Parkplatz am Bönschgarten will, braucht etwas Übung – und die freundliche Einweishilfe von Stefanie Os- wald, einer der Parkplatzwächterinnen dort. „Heuer haben schon vier Autos die Mauer ge- rammt“, erzählt die 19-Jährige aus Feldkirchen bei unserem Gespräch 2010. „Manche fahren viel zu schnell um die Kurve.“ Viele Fahrer freuen sich deshalb umso mehr über Stefanies Hilfe. Am Bönschgarten parken darf man aber nur mit Parkausweis. Und den verteilt die Aus- stellungs- und Veranstaltungs-GmbH selbst. Die parkenden Gäste scheinen sehr nett zu sein. „Ich bekomme Trinkgeld und jede Menge zu essen.“ Oft sind es Krapfen, gebrannte Man- deln, Erdnüsse und eine Brez‘n. „Einige Fahrer fragen mich schon auf demWeg ins Fest, was sie mir mitbringen dürfen,“ erzählt sie. Aber der Job hat nicht nur leckere Seiten. Bei vielen Regentagen bleibt der Parkplatz am Bönschgarten geschlossen. „Da können die Besucher richtig wütend werden.“ Die erste Volksfestwoche im letzten Jahr stand Stefanie fast nur in ihrem „quietschgelben Regen- anzug“ an der Straße und leitete die Besucher zu anderen Parkplätzen um. Erst am zweiten Wochenende konnte sie ihr Regenoutfit gegen Sonnenschirm und Liegestuhl tauschen. „Auf die Tage bin ich noch a bissl braun geworden“, scherzt die sympathische Blondine. Vom Parkplatz in den Rettungswagen Nach demVolksfest hat Stefanie ein freiwilliges soziales Jahr begonnen – beim BRK in Strau- bing. Auch auf dem Festplatz will sie heuer mal mit dem Rettungsdienst mitfahren. Ob sie das mit ihrem Parkplatzjob unter einen Hut bringen kann, weiß sie noch nicht. „Aber das krieg‘ ich schon hin“, bleibt sie optimistisch. Tauschen möchte Stefanie mit keinem an- deren Job rund ums Gäubodenvolksfest: „Es ist nicht besonders stressig, meine Kollegen sind nett, ich hab‘ trotzdem was vom Volksfest und bin auch mit dem Gehalt zufrieden.“ Um 18 Uhr kommt Stefanies Ablöse. „Wir arbeiten in drei Schichten. Ich bin seit 13 Uhr hier und kann mich ab jetzt in mein Dirndl schwingen.“ Abends hat Stefanie keinen Dienst. Das über- Von Tanja Pfeffer
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